Rahmenthema 2019

Philosophieren als Alternative: 20 Jahre GEFAP e.V.

Freitag, 8. Februar 2019: Orientierungen: 20 Jahre Philosophieren GEFAP
Fromm, Lorenzen u.a., Gefap e.V.

Freitag, 12. April 2019: Ohn-Macht oder Haltungen in der Trauer.
Am Beispiel von Bachs Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis"

Wolfgang Teichert, VCH-Akademie, Hamburg

Freitag, 14. Juni 2019: Der Zorn des Sokrates. Ein Dialog mit Platon
Prof. Dr. Ekkehard Martens, Uni Hamburg

Freitag, 25. Oktober 2019: Ein neuer Feiertag: Reformationstag
Dr. Arnold K.D. Lorenzen, Gefap eV.

Freitag, 8. November 2019: Der Sinn des Sinns. Warum wir nach dem Sinn des Lebens fragen
Prof. Dr. Volker Gerhardt, Humboldt Uni Berlin

Veranstaltungshinweise ACHTUNG! Neuer Ort:

Ort:  Hamburg-Winterhude, Dorotheenstr. 174, U-Bahn nah, Bus vor der Tür
Bistro Café CHARADE     EINTRITT FREI, Anmeldung nicht erforderlich
Zeit:  jeweils 20.00 bis ca. 22.30 Uhr Philosophische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Leitung/Info:  Dr. Arnold K.D. Lorenzen

Zum Rahmenthema:   Philosophieren als Alternative: 20 Jahre Gefap e.V.

Ungeheuer ist viel - aber ungeheurer als der Mensch ist nichts. (Sophokles, Antigone)

In den letzten 20 Jahren haben wir in unseren Veranstaltungen, Seminaren und der internen Arbeit versucht, u.a. den folgenden Sinnsprüchen entgegen zu leben:
Zum Philosophieren sind die zwei ersten Erfordernisse diese: erstlich, daß man den Mut habe, keine Frage auf dem Herzen zu behalten; und zweitens, daß man alles das, was sich von selbst versteht, sich zum deutlichen Bewußtsein bringe, um es als Problem aufzufassen. (Arthur Schopenhauer)
Philosophieren ... weiß nicht Bescheid, manchmal aber weiter, hakt ein, nicht ab, argumentiert diskursiv und nicht strategisch, macht aus dem Einfachsten ein Abenteuer und aus dem Schwierigsten ein (möglichst) einfaches Problem, verführt den Monolog in das Gespräch, bedeutet Erweitern, Konkretisieren, Genau-machen gegen alle Verführung zur Reduktion ... und hat u.a. drei Feinde: die voreilige Überzeugung, die kalte Richtigkeit und die seelenlose Wahrheit. (Frei nach Gerd B. Achenbach)
Vor aller Philosophie wissen wir, daß wir die Welt in erster Linie weder interpretieren noch verändern müssen, sondern aushalten. (Peter Sloterdijk)
Übersicht gewinnt nur, wer vieles übersieht. (Arnold Gehlen zugeschrieben)
Es gibt keine transzendenten Themen im Leben. Dinge sind ausnahmslos hier, und sie sind vorbei, das muß genügen. Die andere Sicht der Dinge ist eine Lüge der Literatur und der Geisteswissenschaft... (Richard Ford)
Was das Individuum betrifft, so ist ohnehin jedes ein Sohn seiner Zeit; so ist auch die Philosophie ihre Zeit in Gedanken erfaßt. [...].Geht seine Theorie […] darüber hinaus, baut es sich eine Welt, wie sie sein soll, […] aber nur im Meinen - einem weichen Element, dem sich alles Beliebige einbilden läßt. (G.W.F. Hegel))
Vielleicht besteht ja sogar die wahre Freiheit darin, sich endlich von der tyrannischen Bürde des Zeitgeistes zu befreien. (Chesterton)
Eine Weltkarte, die das Land Utopia nicht enthielte, wäre nicht wert, dass man einen Blick darauf wirft.(O. Wilde)
Man unterschätzt die Selbsterkenntnis […].Niemand bleibt ganz, der er ist, indem er sich erkennt. (Th. Mann)
Philosophieren? Dazu Voltaire: "Das Überflüssige ist das wirklich Notwendige."
Sache der Philosophie sei es nicht „die Lösungen leichter, sondern die Aufgaben schwerer zu machen” (Spaemann)
Gut ist es, an anderen sich zu halten. Denn keiner trägt das Leben allein. (Friedrich Hölderlin, Die Titanen)


HINWEIS:
Wochenendseminare als Kooperationsveranstaltung mit der Heinemann Bildungsstätte, Malente,
27.9. – 29.9. 2019

"Emotionen in der Politik"

Termin: Anmeldung über die Heinemann-Bildungsstätte
Seminarleitung: Dr. Arnold K.D. Lorenzen, GEFAP e.V.
Philosophische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Vorschau 2020:
noch offen